Freitag, 15. April 2016

DIGITAL ART HISTORY

Digital Art History

Wissenschaftliches Symposium

7.–9. April 2016
Universität Regensburg

Genau vier Wochen nach der Jahrestagung der „Digital Humanities im deutsch-sprachigen Raum“ in Leipzig unter dem Denkspruch „Modellierung – Vernetzung – Visualisierung: Die Digital Humanities als fächerübergreifendes Forschungs-paradigma“ greift das Institut für Kunstgeschichte der Universität
Regensburg zusammen mit dem Lehrstuhl für Medieninformatik diese Schlag-wortkette auf, um sie auf das Fachgebiet der Digitalen Kunstgeschichte zu übertragen und in diesem neuen Kontext zu präzisieren.
Was bedeuten und vor allem wohin führen uns die aktuellen Entwicklungen im Forschungsalltag? Wie verändern sich Forschungs-, Publikations und Ausstellungsprojekte und was ist bereits heute unverzichtbarer Bestandteil?
Das Stichwort Digital Art History umreißt in diesem Zusammenhang nicht nur die bloße Anwendung informationsverarbeitender Technologien auf kunstgeschichtliche Themenbereiche, sondern auch die Entwicklung neuer Fragestellungen und hybrider Methoden. Dies betrifft sowohl die computergestützte Analyse von kunsthistorischen Artefakten als auch die Verknüpfung von lange bekannten Tatsachen unter Einbeziehung neuer informationswissenschaftlicher Verfahren.
Das Symposium soll neue Perspektiven der Digitalen Kunstgeschichte im transdisziplinären Spektrum bildwissenschaftlicher Forschungen ausloten. Neben Kunsthistorikern und Kuratoren beteiligter Einrichtungen sind auch Vertreter benachbarter Disziplinen im Bereich der Digital Humanities eingebunden.

Programm


7. April 2016 (Donnerstag): Perspektiven

13.00    Begrüßung: Christoph Wagner, Christian Wolff, Daniel Isemann, Universität Regensburg
13.30    Holger Simon (Köln)
„Come in and share!“ – Konsequenzen der Digitalisierung für Kunst und Kultur
14.15     Adriaan Waiboer (Dublin)
Vermeer and the Masters of Genre Painting. A Systematic Study of Artist Relations
15.00     Daniel Isemann (Regensburg)
Metadata Curation and Linked Metadata for Artists and their Works
16.15     Koen Brosens (Leuven)
Slow Digital Art History
17.00     Angeliki Antoniou (Tripolis)
CROSSCULT: Empowering reuse of digital cultural heritage in context-aware crosscuts of European history
17.45    Christoph Wagner (Regensburg)
Digitale Kunstgeschichte: Mixed Methods und neuen Perspektiven einer empirischen Ästhetik

8. April 2016 (Freitag): Modelle

9.00     Maria Männig (Karlsruhe)
Medienarchäologie der Diathek
9.45     Christian Wolff (Regensburg)
Visual and mixed methods in den Bildwissenschaften
11.00     Julian Jachmann (Einsiedeln)
Augsburger Rocaille-Drucke und ‚Computer Vision’ – Ein Projekt zur Analyse komplexer Ornamentformen
11.45     Michael Hofbauer (Heidelberg)
Kunstgeschichte 2.0 im virtuellen Institut – Forschung außerhalb von Raum und Zeit
14.00    Maria Effinger (Heidelberg)
Ein Füllhorn der Möglichkeiten: Elektronisches Publizieren im Open Access bei arthistoricum.net
14.45     Gernot Deinzer (Regensburg)
Publizieren im digitalen Zeitalter: fachliche und institutionelle Perspektiven
16.00    Ralph Knickmeier (Wien)
Vom Schlendern, Stöbern und Flanieren im virtuellen Museum
16.45    Stephan Hoppe & Sander Münster (München und Dresden)
Digitale Rekonstruktionen als wissenschaftliches Werkzeug in der Architekturgeschichte. Aktuelle methodologische Zugriffe und Herausforderungen

9. April 2016 (Samstag): Workshop

9.00    Digitale Praxis: Christoph Wagner
9.15     Gerald Dagit (Regensburg)   
Digitale Kunstgeschichte in der Lehre
10.00     Anne Wiegand (Regensburg)
Open peer review: Das e-journal http://www.kunstgeschichte-ejournal.net/
11.00 Barbara Ströhl (Regensburg)
Original vs Digital-Blickanalyse bei Kunstwerken
11.45 Fabian Mamok (Regensburg)
Eye-tracking in der Kunstgeschichte
12.30 Abschlussdiskussion

Realisiert in Verbindung mit dem Schwerpunktstudium „Digitale Kunstgeschichte“ im MA-Studium und dem kunsthistorischen Promotionskolleg AISTHESIS.


Tagungsort:
Universität Regensburg
H26 Vielberth-Gebäude

Eintritt frei


Kontakt:
Prof. Dr. Daniel Isemann/Prof. Dr. Christian Wolff (Lehrstuhl für Medieninformatik)
Prof. Dr. Christoph Wagner (Lehrstuhl für Kunstgeschichte)

christoph.wagner@ur.de
Universität Regensburg
Universitätsstraße 31
93053 Regensburg
http://www-kunstgeschichte.uni-r.de

Donnerstag, 16. April 2015

Themenverbund "Sehen und Verstehen"

ZOOM

Dispositiv Film

Vortragsreihe

Längst ist der Film als ›siebte Kunst‹ im Kanon der Künste verankert. Die Bildwissenschaften haben auf breiter Basis ihren cinematographic turn vollzogen: Anlass genug, die aktuellen methodologischen Positionen zum Film im Horizont des iconic turn zu diskutieren. Seit den 1920er Jahren hat die Kunsttheorie das bewegte Bild im Film beachtet, seit den 1930er Jahren sind Studien zum Film von Erwin Panofsky, Rudolf Arnheim oder Ernst H. Gombrich entstanden. Die jüngsten Erkenntnisse zur Vorgeschichte des Films zeigen, dass die Filmgeschichte schon vor der Existenz des Kinos wichtige Etappen aufweist. Die digitale Revolution des letzten Jahrzehnts hat das Kino zum historischen Dispositiv werden lassen und zugleich eine neue Grundlage zur Erforschung historischer Filmdokumente hervorgebracht. Welche neuen Paradigmen und welche methodologischen Standards sind aus diesem cinematographic turn zu ziehen und wie sind diese im transdisziplinären Diskurs zum Film zu verankern? Die Vortragsreihe  unternimmt den Versuch exemplarischer Positionsbestimmungen, um die Bedeutung des filmischen Erlebens für die Formung ästhetischer Erfahrung zu konturieren. Kinobesuche und Filmkonsum sind nicht zuletzt entscheidende Momente visueller Sozialisation. Die Vorträge verstehen sich als Teil einer selbstbewussten Bilddebatte – im wissenschaftlichen Spannungsfeld von Film-, Kunstgeschichte und Medienwissenschaft. Spezifische Kompetenzen im Umgang mit Film und Kino in möglichst großer Bandbreite aufzuzeigen, wie es das Vortragsprogramm verspricht, bedeutet auch, eine Standortbestimmung im Umgang mit zeitbasierten Bildmedien vorzunehmen sowie Methoden am Medium Film zu überprüfen und zu erweitern.

Programm:

ZOOM. Dispositiv Film

Vortragsreihe des des Themenverbunds Sehen und Verstehen

Jeden Mittwoch, 18 Uhr, Universität Regensburg
Zentrales Hörsaalgebäude, Hörsaal H3

 


Mittwoch, 15.4.15, 18 Uhr, H3
PD Dr. Marcus Stiglegger (Mainz, Filmwissenschaft)
Kurosawa als Maler und Regisseur

Mittwoch, 22.4.15, 18 Uhr, H3
PD Dr. Robin Rehm (Regensburg, Institut für Kunstgeschichte)
Dispositive der Zerstreuung. Walter Benjamin und der Film

Mittwoch, 6.5.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Mark W. Greenlee (Regensburg, Lehrstuhl für Experimentelle Psychologie)
Das bewegte Bild. Neuronale Grundlagen der Bewegungswahrnehmung

Mittwoch, 13.5.15, 18 Uhr, H3
Dr. Manuel Burghardt (Regensburg, Medieninformatik)
Digital Humanities in Bewegung: Tools für die Filmanalyse

Mittwoch, 20.5.15, 18 Uhr, H3
Michael Braun (Regensburg, Musikwissenschft)
Adorno, Eisler und die scheinbare Unterwürfigkeit der Filmmusik: Beobachtungen zum Verhältnis von Musik und bewegtem Bild 

Mittwoch, 27.5.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Michael Lüthy (Berlin, Kunstgeschichte)
Struktur, Narration und Medialität in Andy Warhols "The Chelsea Girls"

Montag (!), 1.6.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Gertrud Koch (Berlin, Kunstgeschichte)
Der menschliche Körper als generische Form - zum Anthropomorphismus der Medien

Montag (!), 8.6.15, 18 Uhr, H2
Prof. Dr. Christian Wolff (Regensburg, Medieninformatik)
Kurzfilm als Form moderner Wissenschaftskommunikation


Mittwoch, 10.6.15, 18 Uhr, H3
Dr. Anke Steinborn (Cottbus, Medienwissenschaften)
Makellos, glatt und porentief rein. Hollywood und der Mythos des American Way of Life

Mittwoch, 17.6.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Christoph Wagner (Regensburg, Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
Zur Epiphanie der Kunstgeschichte im Film: Ikonographie und filmischer Prozess

Mittwoch, 24.6.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Fabienn Liptay (Zürich, Institut für Filmwissenschaft)
Mit dem Film im Museum. Einige dokumentarische Beobachtungen

Mittwoch, 1.7.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Thomas Meder (Mainz, Filmwissenschaft/Kunstgeschichte)
Warum wir ins Kino gehen und dort lachen und weinen

Mittwoch, 8.7.15, 18 Uhr, H3
Prof. Dr. Jochen Mecke (Regensburg, Romanistik)
Die Geburt des modernen Kinos aus dem Geist der Zensur: Spaniens Kino-revolution des Nuevo Cine Español

Mittwoch, 15.7.15, 18 Uhr, H3
PD Dr. Oliver Jehle (Regensburg, Institut für Kunstgeschichte)
»Mr. Turner« – Mike Leigh und die Legende vom Künstler

Samstag, 20. September 2014

Hearing Colors

Synästhesie, Multisensorik, Multimedialität, Multimodalität

Internationales Symposium

25. bis 27. September 2014

Thon-Dittmer-Palais, Regensburg

Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg

Eintritt frei

 

Als Verwirrung der Sinne beschrieb die Forschung des 19. Jahrhunderts die Synästhesie, als  Abnormität der Wahrnehmung. Das 20. Jahrhundert sieht in diesem Wahrnehmungsphänomen hingegen eine universale Größe menschlicher Erfahrung. Das internationale Symposium Hearing Colors, das vom 25. bis 27. September 2014 in Regensburg stattfinden wird, nähert sich in vier Sektionen dieser mitunter prekären Einheit der Sinne: Denn nicht weniger als das Prinzip der Wahrnehmung ist mit der Synästhesie gemeint. Werden in der ersten Sektion die neurokognitiven Grundlagen des Phänomens Synästhesie beleuchtet, rückt die Sektion zur Multisensorik den Leib in den Fokus: Wie werden kognitive und emotionale Prozesse verkörpert, wie wird räumlich Kognition durch motorische Aktivität beeinflusst? Verhandelt die dritte Sektion das ästhetische Feld, geht es um den Rezipienten und seine spezifischen Erlebnisqualitäten: Versteht es Kunst, den Betrachter zu adressieren, wird dieser zum multisensorisch Begabten – eine Grundvoraussetzung, um dem rezenten Umgang mit interaktiven Medien gerecht zu werden, wie die vierte Sektion zur Multimodalität zeigen wird.


As a confusion of the senses, research in the 19th century described synesthesia as an abnormal form of perception. Investigations in the 20th century view this perceptual phenomenon as a universal aspect of human experience. The international symposium Hearing Colors, which will take place from September 25 – 27, 2014 in Regensburg, approaches this precarious unity of the senses from four different standpoints: the common theme suggests that synesthesia reflects basic principles of Human perception. The first standpoint will focus on the neurocognitive bases of the phenomenon of synesthesia, to be followed by the multisensory approach. How are cognitive and emotional processes embodied, how is human cognition affected by motor activity? The third standpoint emphasizes the aesthetic aspect, the recipient and his/her specific inner experience of the world. Art impacts on the observer and the observer becomes a multisensory talent. The latter represents an essential prerequisite for the final standpoint involving interactive media and multimodal communication.




Programm


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25. September 2014 (Donnerstag)


SYNÄSTHESIE



14.00 Eröffnung und Grußworte
Christoph Wagner (Universität Regensburg)
Klemens Unger (Kulturreferent der Stadt Regensburg)

14.30 Mark W. Greenlee (Regensburg)
The psychophysics of synesthesia

15.30 Tessa van Leeuwen (Frankfurt am Main)
Perceptual closure and top-down processing in synesthetes and schizophrenia patients: An MEG study

17.00 Gregor Volberg (Regensburg)
Neural connectivity in grapheme-color-synesthesia

18.00 Guido Orgs (London)
Sehen mit dem Motorkortex



26. September 2014 (Freitag)


MULTISENSORIK



9.00 Petra Jansen (Regensburg)
Embodiment – Die Verkörperung kognitiver und emotionaler Prozesse

10.00 Andrea Frick (Bern)
Einfluss motorischer Aktivität auf räumliche Kognition

11.30 Bernhard Riecke (Vancouver)
Multimodale Beiträge zur Eigenbewegungswahrnehmung in virtuellen Umgebungen


MULTIMEDIALITÄT


14.00 Oliver Jehle (Regensburg)
Synästhesie und Gesamtkunstwerk in der Romantik

15.00 Christoph Wagner (Regensburg)
Der multisensorische Mensch in der Kunst der Moderne

16.30 Peter Schneemann (Bern)
„Powerful Art“. Der multimedial adressierte Rezipient

17.30 Lutz Jäncke (Zürich)
The brain of synesthetes


27. September 2014 (Samstag)


MULTIMODALITÄT


9.00 Christian Wolff (Regensburg)
Multimedialität und Multimodalität in interaktiven Medien

10.00 Martin Kaltenbrunner (Linz)
Tangible Music

11.30 Paneldiskussion
Synästhesie, Multisensorik, Multimedialität und Multimodalität in transdiziplinärer Perspektive

13.00 Ende der Tagung


Kontakt: 

Themenverbund Sehen und Verstehen / Perceiving and understanding



http://www.zentrum-bildwissenschaft.de

Prof. Dr. Christoph Wagner (Lehrstuhl für Kunstgeschichte)
christoph.wagner@ur.de
• Prof. Dr. Mark W. Greenlee (Lehrstuhl für Experimentelle Psychologie) mark.greenlee@ur.de 
• Prof. Dr. Petra Jansen (Institut für Sportwissenschaft)
petra.jansen@ur.de 
• Prof. Dr. Christian Wolff (Lehrstuhl für Medieninformatik) christian.wolff@ur.de 

Universität Regensburg Universitätsstraße 31 • 93053 Regensburg

Tagungsort: Thon-Dittmer-Palais, Am Haidplatz 8, 93047 Regensburg


 


Freitag, 4. Oktober 2013

SKULPTUR PUR!

I N T E R N A T I O N A L E S   S Y M P O S I U M  

20. - 21. September 2013

 
Im Rahmen der Ausstellung Nur Skulptur! veranstaltet die Kunsthalle Mannheim, gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte und dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg ein internationales Symposium mit dem Titel „Skulptur pur“. Am Beispiel der Werke aus der Mannheimer Sammlung werden aktuelle Fragen zur Plastik und Skulptur interdisziplinär aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte, Medien- und Bildwissenschaft sowie Psychologie und Sportpsychologie diskutiert. Ziel der Tagung ist es, Erkenntnisse im Hinblick auf die Präsentation, Wahrnehmung und Vermittlung von Werken der Bildhauerkunst zu gewinnen. Parallel werden neueste Forschungen zur Skulptur in einem Wahrnehmungslabor vermittelt.

In der Ausstellung Nur Skulptur! steht die Mannheimer Sammlung im Zentrum, die einen bemerkenswerten Überblick der Bildhauerkunst von der Moderne bis ins 21. Jahrhundert liefert. Mit 431 Werken von Auguste Rodin über Henry Moore bis Thomas Hirschhorn nutzt die Kunsthalle ihre Ressource und interpretiert – in Zusammenarbeit mit Bogomir Ecker, John Bock, Thomas Hirschhorn, Thomas Rentmeister, Roman Signer und Kiki Smith – rund die Hälfte der Bestände aus zeitgenössischer Sicht.

 

 

 

 

 

 

Programm 

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FREITAG, 20. SEPTEMBER 2013

13.30–14.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Christoph Wagner, Dr. Ulrike Lorenz

14.00–14.45 Uhr
Auseinandersetzungen mit der Schwerkraft. Materialien und Oberflächen der Skulptur

Prof. Dr. Monika Wagner, Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg

14.45–15.30 Uhr

Nothing before, nothing beyond: what really means “pure sculpture” in the context of modern historiography
Prof. Thierry Dufrêne, Nationalinstitut für Kunstgeschichte, Paris

15.45–16.30 Uhr
Mapping the eye: Tastendes Auge und bewegter Blick in der Ästhetik der Skulptur
Prof. Dr. Christoph Wagner, Institut für Kunstgeschichte, Universität Regensburg

16.30–17.15 Uhr

Neuronale Korrelate multisensorischer Integration: Sehen, hören, tasten
Prof. Dr. Mark William Greenlee, Institut für Experimentelle Psychologie, Universität Regensburg

17.15–18.00 Uhr
Maßlos und widerständig.
Thomas Hirschhorns „andere Räume“

Mag. Stefanie Patruno, Kunsthalle Mannheim

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SAMSTAG, 21. SEPTEMBER 2013

9.30–10.15 Uhr
Relationen. Abstoßung und Affirmation des Sockels

Prof. Dr. Johannes Myssok, Kunstakademie Düsseldorf
 
10.15–11.00 Uhr
Struktur, Rhythmus, Geste – Zur Dynamisierung des Raumes in der Plastik des Informel

Prof. Dr. Christoph Zuschlag, Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst, Universität Koblenz-Landau
 
11.15–12.00 Uhr
Embodiment: Körpermotive und Körpergedächtnis. Eine sportpsychologische Perspektive
Prof. Dr. Petra Jansen, Institut für Sportwissenschaft, Universität Regensburg

 
13.00–13.45 Uhr
Konfrontieren, eintreten und substituieren. Begegnungen zwischen Skulptur und Rezipient.
Prof. Dr. Peter J. Schneemann, Institut für Kunstgeschichte, Universität Bern

 
13.45–14.30 Uhr
Skulptur virtuell: Augmentierte und virtuelle Realität in der Plastik
Prof. Dr. Christian Wolff, Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur, Universität Regensburg


14.30–15.15 Uhr 
Stur Skulptur. Ein Bildhauermuseum: Last oder Herausforderung?
Dr. Arie Hartog, Direktor Gerhard-Marcks-Haus, Bremen

15.15-15.30 Uhr Résumé


Links:
 http://www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/kunstgeschichte/index.html
 

Montag, 18. März 2013

Bilder im Medientransfer

Neue Perspektiven der Bildwissenschaft

Tagung: Universität Regensburg, 18.-20. April 

Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Themenverbund Sehen und Verstehen der Universität Regensburg und der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB). Kontakt: christoph.wagner@ur.de

Ort: Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8 (Auditorium, 2. OG)


Eintritt frei.


Rund zwei Jahrzehnte nach dem von der Kunstwissenschaft ausgelösten iconic turn bzw. pictorial turn stellt sich die Aufgabe nach einer aktualisierten Positions- und Kursbestimmung einer transdisziplinären Bildwissenschaft: Wie lassen sich im Zeichen des Transfers ästhetische Kontexte aufrufen und soziologische wie moralische Verhältnisse analysieren, die grundlegend sind für eine belangreiche Kunst- und Bilderfahrung? Wie lassen sich hybride Bildformen und ihre bildkünstlerischen Methoden adäquat beschreiben? Es reicht nicht, das Zusammenspiel unterschiedlichster Medien beschreibend nachzuvollziehen, neue Zeichen und Systeme klassifizierend einzuordnen oder den Begriff der Interpikturalität in Stellung zu bringen. Vielmehr gilt es danach zu fragen, wie die performative Kraft und der informative Gehalt von Bildern gerade an medialen Schnittstellen eingesetzt wird. Film und Fotografie haben nicht nur den Blick auf die klassischen Künste, sondern den Bildbegriff und die Frage nach den Wahrnehmungsprozessen grundlegend verändert. Das bewegte Bild und die Bewegungen der Wahrnehmungsprozesse führen im Transfer der Bilder zu neuen Perspektiven innerhalb der Bildwissenschaft.


Programm:

Donnerstag, 18.4.2013

14.00 Begrüßung Udo Hebel Rektor der Universität Regensburg
Einführung Christoph Wagner Vorstand der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB)
14.30 Christoph Wagner (Regensburg)
Bewegte Bilder: Brauchen wir eine neue Bildwissenschaft?
15.15 Martina Sauer (Basel)
Zur Analogie von Gestaltungsprinzipien und Wahrnehmungsweisen. Ein Beitrag zur zeitgemäßen Erkenntnis des Bildes im Medientransfer

16.00 Kaffeepause
16.30 Elke Katharina Wittich (Hamburg)
Off the records. Stichpublikationen der Zeit um 1800 oder die Verweiskraft bildgestalterischer Verfahren
17.15 Philipp Stoellger (Rostock)
Können Bilder retten? Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ikonischer Heilsmedien

18.30 Mitgliederversammlung der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft (GiB)
20.30 Informal get-together

Freitag, 19.4.2013

9.15 Patrick Rupert-Kruse (Kiel)
Kinematografische Äquilibration. Zur Strukturierung des bewegten Bildes zwischen Transfer und Synthese
10.00 Fabienne Liptay (München)
Zu einer Medienarchäologie postkinematografischer Bilder Leos Carax’ Holy Motors
10.45 Kaffeepause
11.15 Thomas Meder (Mainz)
Appropriation − die Kunst der filmischen Aneignung
12.00 Hans-Dieter Huber (Stuttgart)
Materialität, Präsenz und Migration. Vom analogen Film zum digitalen Video
12.45 Mittagspause
14.00 Mark W. Greenlee (Regensburg)
Bewegte Bilder: Neuronale Korrelate der Bewegungswahrnehmung
14.45 Robin Rehm (Zürich)
Bild und Ereignis. Herzog & de Meuron
15.30 Peter Krieger (Mexiko)
Medientransfer: Bilder der Stadtlandschaft in der mexikanischen Hochebene
16.15 Kaffeepause
16.45 David Kaller (Paderborn)
Bilder des blauen Meeres: Evidenz und Entzug des Medialen in der Satellitentechnologie: Oceans von Andreas Gursky
17.30 Peter Schneemann (Bern)
Kopie und Dokumentation als Reflexion über Betrachtungsmodi

18.15 Besuch der aktuellen Ausstellung im Kunstforum Ostdeutsche Galerie (Dr.-Johann-Maier-Str. 5)
Anschließend Informal get-together

9.15 Tilman Lenssen-Erz (Köln)
Andreas Pastoors (Mettmann)
Dekontextualisierung von Bildern − Prähistorische Kunst und die Macht entfremdender Diskurse
10.00 Doris Gerstl (Erlangen-Nürnberg)
Kornblumen in der Politik − Zum Transfer floraler Symbole
10.45 Kaffeepause
11.15 Sarah Sandfort (Bochum)
Von Messdaten zu Visualisierungen: Der menschliche Körper und die Grenzen seiner Darstellung in der Diagnostischen Radiologie
12.00 Christian Wolff (Regensburg)
Visualität digitaler Medien im Wandel: Von den Hilfsmetaphern zum Leitmedium
13.00 Ende der Tagung

Die Tagung "Bilder im Medientransfer" bietet zugleich ein interdisziplinäres Forum, neue Perspektiven der Bildwissenschaft zu diskutieren. Wir laden Sie auch herzlich ein, sich mit Textbeiträgen im ejournal (ISSN 1868-0542) zu neuen Perspektiven der Bildwissenschaft zu beteiligen.